Pflegezentrum Gehrenholz

Seelsorge im Pflegezentrum Gehrenholz

16. März 2015 | Eingetragen bei: Information | 0

Von Ursula Riedi 

Im Auftrag der reformierten Kirche arbeite ich als Pfarrerin für die Seelsorge u.a. im Pflegezentrum Gehrenholz, das als markanter Bau am Fusse des Uetlibergs steht. Vor allem ältere und hochbetagte Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt Zürich leben hier. Sie brauchen im Alltag pflegerische Unterstützung in einem Mass, wie es Angehörige, Spitex oder Alters­heime nicht oder nicht mehr leisten können.

Die meisten Menschen kommen nach einem Spitalaufenthalt hierher. Bei einigen wird sich erst hier klären, ob sie wieder nach Hause zurück­kehren können. Bei vielen ist der Moment gekommen, da sie ihr ge­wohntes Zuhause aufgeben und sich hier nochmals neu einen Alltag auf­ bauen müssen. Und immer wieder erleben Menschen hier – kompetent umsorgt – ihren allerletzten Le­bensabschnitt.

Die Bewohnerinnen und Bewohner sind mit allerlei Ver­lust konfrontiert: körperliche Ein­schränkungen, Mobilitätsverlust, Verlust der eigenen Wohnung und von Teilen des bisherigen sozialen Umfelds, Verlust von geistigen Kräften. Zusammen mit Pflegen­den,Therapieteams, Arztdienst, So­zialdienst, mit Angehörigen und Freiwilligen kann auch die Seelsor­ge mithelfen, dass die Frauen und Männer hier im Haus immer wieder Lebensmut und Kraft finden, um aus ihrer Situation das Bestmögli­che zu machen. Auch für Angehöri­ge ist ein seelsorgerliches Gespräch oft hilfreich, müssen sie sich doch in Vielem neu aus- und einrichten. Das PZ Gehrenholz ist bewusst ein gastfreundliches Haus, denn die Mitarbeitenden erleben häufig, wie wichtig es für die in ihrer Mobilität eingeschränkten Bewohnerinnen und Bewohner ist, wenn Mitmen­schen hier im Haus – sei’s in der öf­fentlichen Cafeteria oder auf den Abteilungen – mit Freundlichkeit, Verständnis und Wohlwollen ein und ausgehen. In diesem Sinn: Auf Wiedersehen!