Die Kinder von Ghimbav

Die Kirchgemeinde Friesenberg unterstützt seit Sommer 2010 ein Kinderheim in Rumänien.

Alice und Timeea aus dem Kinderheim in GhimbavDie beiden Schwestern Alice und Timeea haben den Schritt schon geschafft. Dieses Jahr soll auch Marius in eine eigene Wohnung ziehen. Alle drei jungen Erwachsenen sind zusammen in den Kinderhäusern von Ghimbav gross geworden.

In den zwei Kinderhäusern «Casa Prichindel» und «Casa Livezii» haben seit 1996 24 rumänische Kinder ein Zuhause gefunden. Sie leben hier in betreuten Wohngruppen. Die Häuser sind nach Schweizer Standards ausgebaut und bieten Schutz und Wärme. Die Kinder sind Voll- oder Halbwaisen, sie wurden von ihren Eltern geschlagen oder vernachlässigt oder sie liefen von Zuhause weg, weil für sie nicht mehr gesorgt werden konnte. Die Armut und das Elend war nach dem Ende der kommunistischen Diktatur 1989 in Rumänien riesengross. Zu dieser Zeit gab es zahlreiche Hilfsaktionen aus dem Westen und auch aus der Schweiz.

Getragen wird das Kinderheim von Ghimbav vom Verein «Pentru copiii abandonati» (deutsch: «für verlassene Kinder») mit Sitz in Basel. Mit jährlichen Spenden in der Höhe von rund 230’000 Franken werden gut 80 Prozent der Betriebskosten gedeckt. Zu den Spendern zählen Kirchenmeinden der Evang.-reformierten sowie der Kath. Kirche, Institutionen, Firmen und privaten Personen.

Die Kinderhäuser stehen in diesem Jahr vor grossen Herauforderungen. Sobald genügend Jugendliche in Aussenwohngruppen wohnen oder selbständig geworden sind, soll wieder eine Gruppe mit kleineren Kindern eröffnet werden. Denn nach wie vor wird das Heim für die Aufnahme von Kindern angefragt. So wird eine neue Generation von Kindern von Ghimbav in den Kinderhäusern gross werden – dank der Unterstützung aus der Schweiz und dem Friesenberg.

Website des Vereins «Pentru copii abandonati»: www.abandonati.ch